Wetter X-Treme – Klappe die Zweite

Unser zweites Förderjahr mit Wetter X-Treme stand 2025 ganz im Zeichen des Feinschliffs. Nach der Konzept- und Erprobungsphase des Vorjahres wurden die Programmtage für unterschiedliche Zielgruppen angepasst und durchgeführt.

Der Sommer kam und mit ihm die Zeltlager der KjG. Pünktlich dazu war unsere Zeltlagerversion von „Wetter X-Treme“ fertig, bei der sich alles um die Frage drehte: Wie können wir uns selbst und unsere Wohnorte besser vor Hitze und Starkregen schützen?

An drei bis fünf interaktiven Stationen suchten die Teilnehmenden spielerisch nach Lösungen – von der Barfußraupe über den Wettlauf der Flüsse bis hin zur Schwammstaffel, überall stand das eigene Erfahren im Mittelpunkt.

Hier die Stationen im Überblick:

  • Uff, diese heißen Tage! In den heißen Sommerzeltlagern erkundeten die Teilnehmenden mit der Barfußraupe, wie sich unterschiedliche Böden anfühlen – im Schatten, in der Sonne oder auf feuchten Wiesen. So wurde spürbar, dass Naturflächen nicht nur kühler, sondern auch feuchter sind und an heißen Tagen für natürliche Abkühlung sorgen. Um gleich für mehr dieser kühlenden Naturflächen in der eigenen Umgebung zu sorgen, stellten die Teilnehmenden Seedbombs her. Und was, wenn die Hitze zu viel für den eigenen Körper wird? Die Kinder und Jugendlichen berichteten von Problemen wie Kopfschmerzen oder Ernteausfällen, hatten aber auch schon viele Lösungen parat. Eine davon: ausreichend Wasser trinken. Als Erinnerung daran gestalteten sie kreative Trinkflaschensticker zur Frage: „Was tut euch gut an heißen Tagen?“ Anschließend erkundeten sie mithilfe der Refill-Karte auf ihren Handys, wo sie ihre Trinkflaschen kostenlos auffüllen können.
  • Achtung, Starkregen! Wie klingt eigentlich ein Starkregen? Mit spannenden „Regenmacher“-Klangexperimenten und einer kurzen Regenmassage konnten die Teilnehmenden erleben, wie sich ein aufziehender Wolkenbruch anhören und anfühlen kann. Doch Starkregen ist mehr als nur ein beeindruckendes Naturereignis, er kann dazu führen, dass Flüsse plötzlich über ihre Ufer treten und Orte überschwemmt werden.
    An verschiedenen Stationen wurde deshalb experimentiert: Warum kommt es bei Starkregen zu Überschwemmungen und wie können wir unsere Städte besser davor schützen? Dafür wurden unterschiedliche Bodenflächen getestet. Wie viel Wasser kann Beton aufnehmen und wie viel ein natürlicher Boden? Schnell wurde sichtbar: Naturböden speichern deutlich mehr Wasser, während Betonflächen das Wasser fast vollständig ableiten. Zum Abschluss stand der Wettlauf der Flüsse auf dem Programm. Hier waren Teamwork und Schnelligkeit gefragt. Gleichzeitig wurde deutlich, wie sich Wasser in einem begradigten Fluss im Vergleich zu einem naturnahen Fluss mit Kurven verhält: Während das Wasser in geraden Flussstrecken schnell durchrauscht, wird es in kurvigen, naturnahen Flüssen verlangsamt. Nur wenn Flüsse genug Platz haben, kann Wasser sicher fließen.
  • Schwammstaffel – So einfach, so genial! Im Staffellauf wurde das Prinzip der Schwammstadt lebendig: Mit Schwämmen musste möglichst viel Wasser aufgenommen und zum Ziel transportiert werden. In Städten übernehmen Pflanzen diese Rolle: Sie speichern Regenwasser und kühlen die Umgebung durch Verdunstung. So wurde spielerisch sichtbar, wie natürliche Strukturen Städte widerstandsfähiger gegen Hitze und Starkregen machen.

Anschließend waren die Teilnehmenden bereit für das große Endspiel „Hitze, Regen, X-Treme“ (angelehnt an „Feuer, Wasser, Blitz“) und für den Endgegner: die Schadstoffwolken.

Was für tolle Ideen sie hatten, um den Endgegner die Schadstoffwolken zu besiegen, seht ihr hier: