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„CO2-Fastenaktion“ diesmal unter dem Motto „Best of“ – Die besten Impulse und Ideen aus sieben Jahren – Start am Aschermittwoch im Kilianeum in Würzburg

Würzburg (POW) Unter der Überschrift „Best of“ rufen die Kirchliche Jugendarbeit und die Jugendverbände in der Diözese Würzburg zur „CO2-Fastenaktion“ auf. Für die achte Auflage der Aktion haben die Kirchliche Jugendarbeit (kja), die Katholische junge Gemeinde (KjG) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) die besten Beiträge und Ideen aus den vergangenen sieben Jahren ausgewählt. Das Ziel ist, täglich einen Beitrag anzubieten. Erstmals wird zudem eine Kleidertauschparty organisiert. Die „CO2-Fastenaktion“ startet am Aschermittwoch, 18. Februar, um 20 Uhr mit einem „Gott sei Dank“-Jugendgottesdienst in der Jugendkirche im Kilianeum-Haus der Jugend in Würzburg.

Einfach mal entrümpeln und sich von überflüssigen Spontankäufen trennen: Das ist einer der vielen Tipps, die in den kommenden Wochen auf der Homepage www.co2fasten.de und auf der Facebook-Seite www.facebook.com/co2fasten veröffentlicht werden. Dadurch, dass man sich rechtzeitig von überflüssigen Dingen trenne, vermeide man Müllberge, empfahl der damalige Diözesanjugendpfarrer Thomas Eschenbacher bereits bei der ersten „CO2-Fastenaktion“ 2008. Kreativ geht der Student Marcus Marquart an das Thema Spritsparen heran: Er inszeniert in seinem Kurzfilm „Mensch gegen Maschine“ humorvoll das Wettrennen zwischen einem Auto und einem Fahrrad zum nächsten Supermarkt.

Das sind nur zwei der vielen Impulse, mit denen die diesjährige Fastenaktion zum Nachdenken und Mitmachen anregen will. Die Organisatoren wollen ein möglichst breites Spektrum abdecken, von Tipps zum Energiesparen und zur Müllvermeidung über Ernährung bis hin zum bewussten Konsum. Man wolle junge Menschen, aber auch alle anderen Interessierten dazu anregen, jeden Tag auf die Homepage oder auf Facebook zu sehen, erklären Alexandra Engel (kja) und Vera Bellenhaus (KjG) vom Organisationsteam. Im Rahmen der Fastenaktion bietet zudem die Jugendkirche „Kross“ in Schweinfurt am Donnerstag, 5. März, ab 18.30 Uhr erstmals eine Kleidertauschparty an. „Das ist ein super Format, um das Thema Konsum aufzugreifen“, sagt BDKJ-Diözesanvorsitzender Manuel Koch und hofft, dass diese Idee innerhalb der Diözese Nachahmer findet.

Für die „Best of“-Reihe kann das Organisationsteam auf eine Fülle von Ideen aus mittlerweile sieben Jahren zurückgreifen. Im Jahr 2008 stellte ein Team erstmals Tipps zusammen, wie man im Alltag bei Strom, Heizung, Mobilität und Ernährung das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) einsparen kann, und veröffentlichte diese auf einer eigenen Homepage. Seitdem machte die „CO2-Fastenaktion“ mit kreativen Aktionen auf sich aufmerksam. So wurde im Jahr 2010 unter dem Motto „Licht aus!“ am Kiliansdom, am Würzburger Käppele und vielen weiteren Kirchen für eine Nacht das Licht abgeschaltet. Im Jahr darauf gelang es den Organisatoren, mit einem sogenannten „Carrotmob“ mehr Kunden in den Weltladen in der Plattnerstraße zu locken. „Der Laden hatte so viel zusätzliche Laufkundschaft wie selten“, erinnert sich Koch. Mit den zusätzlichen Einnahmen habe der Weltladen eine Energieberatung finanziert: „So wird langfristig Energie und CO2 eingespart.“

Am erfolgreichsten sei bislang die Aktion „Gesicht zeigen für den Klimaschutz“ aus dem Jahr 2013 gewesen. Täglich wurden Menschen oder Gruppen vorgestellt, die in ihren Beiträgen teilweise sehr persönlich zeigten, wie sie mit dem Thema Klimaschutz umgehen. So gingen zum Beispiel Gedichte und Filme ein, Kochrezepte und Einkaufstipps – und auch der Kurzfilm von Marcus Marquart. An der Aktion beteiligten sich Bischof Dr. Friedhelm Hofmann und Weihbischof Ulrich Boom, viele Politiker und Prominente wie die Fränkische Weinkönigin. Aber auch Studenten, Schulklassen und viele Menschen, die sonst wenig mit Kirche zu tun haben, hätten Ideen eingereicht. „Wir haben mit dieser Aktion auch neue Leute erreicht, die mit kirchlicher Jugendarbeit wenig anfangen konnten. Es war wichtig, auch über die Ränder der Kirche hinauszukommen“, sagt Koch.

„Best of“ soll einen Wendepunkt in der Organisation der „CO2-Fastenaktion“ darstellen. Bislang wurde das Thema von einem Organisationsteam erarbeitet und umgesetzt. Künftig soll die Aktion stärker regional verankert werden. Es soll nicht nur eine zentrale Aktion geben, sondern viele regionale Aktionen, erklärt Koch. Man wolle die Regionalstellen, Verbände und Jugendeinrichtungen vor Ort dazu ermuntern, das von den Organisatoren vorgegebene Thema aufzugreifen und eigene Ideen zu entwickeln, und sie bei der Umsetzung unterstützen.

Weitere Informationen zur „CO2-Fastenaktion“ sowie die Beiträge zur diesjährigen Aktion gibt es auf der Homepage www.co2fasten.de und auf Facebook unter www.facebook.com/co2fasten.

V.i.S.d.P.: sti (POW)

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