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Am 03. und 12. August war das Klimobil in Schonungen im Rahmen von Ferienfreizeiten unterwegs und führte Gewässeruntersuchungen an der Steinach durch. Der Auftrag an die Kinder im Alter zwischen 5 und 12 Jahren lautete anhand der vorhandenen Tiere die Qualität des Wassers zu bestimmen.
Nach einer kurzen Einführung, in der sowohl die Bedeutung der Wasserqualität als auch die Möglichkeiten zu deren Bestimmung kurz angesprochen wurden, ging es für die Kinder ins kühle Nass. Zum Teil nicht nur im übertragenen Sinne, da der Wasserstand oftmals höher war als die Gummistiefel. Sie durften mit Küchensieben nach allerlei Tieren keschern und diese zunächst in Gläsern, Bechern und Petrischalen sammeln. Die Kinder waren so begeistert bei der Sache, dass ihnen die nassen Füße nichts mehr ausmachten und manchmal mit dem Sammeln gar nicht mehr aufhören wollten.
Obwohl das Ziel der Übung darin bestand sogenannte Zeigerarten zwischen den Steinen und am Bachbettgrund zu finden, waren die Highlights oftmals die größeren Tierarten: Enten, die den Teilnehmern gute Fundstellen zeigten, unglaubliche 45 Fische, die eine Gruppe fangen konnte und ein Edelkrebs der am Bachufer gefunden wurde, faszinierten die Teilnehmer mit Abstand am meisten.
Dennoch fanden sie auch einige bemerkenswerte Insekten(-larven) die zur Qualitätsbestimmung unerlässlich sind. Dazu zählen Flussflohkrebse, Steinfliegen- und Eintagsfliegenlarven, eine Wasserassel, diverse Wasserkäfer und sogar Kleinlibellenlarven
Nach diesem feuchtfröhlichen Teil des Programms durften die Teilnehmer noch herausfinden, was sie da eigentlich gefangen hatten. Mit Hilfe von Bestimmungsbuch, -karte und -bogen konnten die Kinder all ihre Funde selbst identifizieren, was ihnen fast genauso viel Spaß gemacht hat wie das Fangen der Tiere - die am Ende des Programms natürlich wieder frei gelassen wurden.
Im letzten Schritt wurde dann die Güteklasse der Steinach bestimmt. Dafür lagen Grafiken bereit, die verschiedene Tiere einer Klasse zuordnen. Ein sehr bildliches Verfahren, dass den Teilnehmern das grobe Verfahren aber gut verdeutlichen konnte. Die kleinen Forscher ermittelten so eine Gewässergüte von I-II dieses Abschnitts der Steinach.

Raphaela Seck

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